Sonntag, 21.07.13:
Die Kinderbibelwoche ist vorbei und wir sind urlaubsreif! Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber jeden Tag 35-45 Kinder zu bespaßen
und in Schach zu halten ist nicht ohne! Ohne die Hilfe unserer französischen Freunde hätten wir es nicht geschafft, bzw. es hätte
kein Nachmittagsprogramm gegeben und wäre somit nur halb so schön gewesen für die Kinder. Zwei der französischen Studenten kamen sogar
schon am Vormittag, was besonders beim Basteln und Malen eine große Hilfe war. Von den ersten beiden Tage habe ich bereits im letzten
Wochenbericht erzählt. Am 3. und 4. Tag stieg die Zahl der Teilnehmer auf 45 (was vielleicht an dem Frühstück lag, das wir jeden Morgen
in einer Pause servierten) und wir mussten ein bisschen stapeln, damit alle Kinder in die Hütte passten. Die Kleinen kamen auf Matten
auf den Boden, die Großen, die jeden Tag säuberlich verschiedene Merksätze und einen Bibelvers in ihre Hefte schrieben, verteilten sich
um die Tische, und eine Bank wurde auch noch zum Tisch umfunktioniert. Nicht regelmäßige Teilnehmer standen als Zaungäste außen vor der
Hütte. Am dritten Tag erzählte ich die Geschichte von den Jüngern in Seenot und wie Jesus den Sturm stillte. Dazu ließen wir es ein
bisschen winden und regnen, was die Kinder natürlich klasse fanden. Es ging darum, dass wir uns mit Jesus vor nichts zu fürchten brauchen
und dass wir auch unseren Freunden helfen können, sich sicher zu fühlen. Wir überlegten gemeinsam, wie wir unseren Freunden in schwierigen
Situationen helfen können. Am vierten Tag erzählte ich die Geschichte vom ersten Wunder Jesu auf der Hochzeit zu Kana. Wir verwandelten
Wasser in Saft und lernten, dass Jesus sich freut, wenn wir als Familie und Freunde gemeinsam feiern. Anschließend bastelten wir
Einladungskarten, weil wir nämlich selbst eine Feier organisieren und für den Samstagnachmittag die Eltern zu einer kleinen Darbietung
einladen wollten. Dazu teilte ich am Nachmittag die Kinder in 4 Gruppen ein, wobei jede Gruppe einen Tag unseres Programmes vorstellen
sollte. Wir ließen die Gruppen ziemlich selbständig ihre Darbietung zusammenstellen und einstudieren, so dass auch wir sehr gespannt waren,
wie das Programm am Samstagnachmittag ablaufen würde.
Am Samstagnachmittag kamen zwar nicht alle, aber doch
eine ganze Reihe von Eltern. Wir begannen das Programm mit einigen Liedern, dann stellten die einzelnen Gruppen ihr jeweiliges Tagesprogramm
vor. Ich war wirklich erstaunt, wie gut sich die meisten die Geschichte und auch das Gesundheitsprogramm gemerkt hatten und wie selbstsicher
und detailliert manche von ihnen ihren Teil vortrugen. Sogar die Kleinsten konnten am Ende der Woche noch alle 4 Merkverse auswendig. Die
meisten stellten die Geschichte in einem kleinen Sketch nach. Die Eltern waren sehr angetan und die Kinder waren zu Recht stolz. Zum
Abschluss sangen sie noch einige Lieder und dann gab es Popcorn und Saft für alle. Schließlich kam noch ein Freund mit seiner Musikgruppe
und gab ein kleines Hauskonzert. Immer wieder schaute ich Richtung Himmel, der immer dunkler wurde, aber wie auch schon die ganze Woche
über hielt Gott den Regen zurück, bis das Programm zu Ende und alles aufgeräumt war, bevor die Flut losbrach.
Wir sind sehr dankbar, dass alles so gut ablief, wir alle
Spaß hatten und viel lernen konnten. Möge Gott das segnen und wachsen lassen, was wir in die Kinderherzen säen konnten. An dieser Stelle
ein herzliches Dankeschön an alle, die durch ihre Gaben dieses Programm möglich gemacht haben!
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Montag, 22.07.13:
Irgendetwas hat inzwischen unseren Reifen gefüllt. Das gewünschte Biogas ist es allerdings nicht, denn es ist nicht entzündlich, und geruchlos ist es schon gar nicht.
Was auch immer es ist, es wurde heute mit vereinten Kräften aus dem Reifen gedrückt. Das muss jetzt noch mehrfach gemacht werden, bis sich dann endlich das entzündliche Gas bildet, das zum Kochen genutzt werden kann und hoffentlich auch nicht mehr stinkt.
Wir bleiben skeptisch.
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Dienstag, 30.07.13:
Ein Zugunglück in Spanien und ein Busunglück in Italien mit vielen Toten, ein weiteres Zugunglück in der Schweiz, ein schwerer
Hagelsturm in meiner Heimatstadt Reutlingen, der über 200 Millionen Euro Schaden verursacht hat und nahezu jeden dort in irgendeiner
Form getroffen hat. In den vergangenen Tagen folgte eine Katastrophe der anderen. Für mich, die ich nicht direkt betroffen bin, eine
Erinnerung daran, dass ich es mir besser nicht zu gemütlich einrichte auf dieser schönen Erde, denn hier hat nichts dauerhaft Bestand.
Die wirklichen Werte sind nicht Besitz, Vergnügen, Erfolg, nicht einmal die Sicherheit meines eigenen Lebens oder das meiner Lieben,
denn all das ist viel zu unbeständig. Wichtig ist nur eines: meine Beziehung zu Jesus Christus und das, was ich in dieser Beziehung
und durch diese Beziehung bin und tue. Zeit, sich wieder neu auszurichten!
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